Neulich hat das AaltoMobil Musiktheater im Malteserstift St. Bonifatius einen Stopp gemacht und allen das einstündige Theaterstück „Tatort Ehe – Clara und Robert Schumann“ präsentiert:
„Ist das ein Problem?“ – „Strenggenommen: Nein“. Die Chefinspektorin Martha und der Chefinspektor Magnus durchstöbern die Musikliteratur; da muss doch irgendwo noch ein Bagatellfällchen zu finden sein. Schließlich ist Oper ihr Spezialgebiet! Insbesondere Fälle, die auf der Opernbühne nicht abschließend geklärt werden konnten. Und obwohl sie alle Opern kennen – mit und ohne Leiche – scheinen sämtliche Morde gelöst zu sein: Desdemona wurde von ihrem Ehemann erwürgt, Leonora von ihrem Bruder erstochen und Tosca war selbst schuld.
Auf der Suche nach unbekannten Leichen, - die wir vielleicht alle „irgendwo im Keller vergraben haben“ – verstricken sich Martha und Magnus immer weiter in Fragen zum großen Tatort „Ehe“. Clara und Robert Schumann scheinen ein Paradebeispiel zu sein. Sie gelten als das Künstlerehepaar des 19. Jahrhunderts. Doch bei näherer Betrachtung entdeckt man viele Schattenseiten. „Wussten Sie, dass jeder dritte Mord in einer Ehe passiert?“ Und während Magnus und Martha die Faktenlage genau betrachten, sich streiten, versöhnen und ärgern, schleicht sich unmerklich das Gefühl einer Einigkeit in den Raum – einer Nähe, die Martha und Magnus ins Grübeln über ihr eigenes eingefleischtes Junggesellen und Junggesellinnen-Leben bringt. – „Drum prüfe, wer sich ewig bindet.“
Mit Musik, Humor und Gesang bereiteten uns die Darsteller ein sehenswertes Theaterstück.